Pluralog
Brauchen gemeinnützige Organisationen eine Social Media Policy?

Brauchen gemeinnützige Organisationen eine Social Media Policy?

Symbolbild für die NPO Blogparade

Die NPO Blogparade beschäftigt sich dieses mal mit Social Media Policies für NPOs und öffentliche Verwaltung. Nachdem ich zusammen mit Jörg Eisfeld-Reschke letztes Jahr ein E-Book “Social Media Policy für Nonprofit-Organisationen” veröffentlicht habe, will ich mich kurz der Frage annehmen.

Brauchen gemeinnützige Organisationen eine Social Media Policy? Nein.

Nein? Nein, aber! Um erfolgreich in sozialen Medien zu agieren brauchen Vereine und Verbände einer Reihe von Fähigkeiten, Vorbereitungen und Kommunikationstools die sich in einer Social Media Policy wiederfinden können.

Social Media Readiness

Die Organisation muss bereit sein für den Einsatz von sozialen Medien. Bereit auf der Ebene von Technologie, Personal und Leitung.

Die Organisation mit ihren Menschen und Einrichtungen müssen die Techniken verstehen und sie einsetzten können. Sie müssen sich auf die einzelnen Plattformen und ihre Besonderheiten einstellen.
Während die Technologie nur von einigen wenigen angewandt werden muss, müssen die dahinter stehenden Mechanismen beim gesamten (ehren- und hauptamtlichen) Personal ankommen. Ohne das Engagement der Mitarbeiter kann Social Media nur kurzfristig erfolgreich sein. Und diese Mitarbeiter müssen aus der ganzen Organisation kommen, nicht nur aus einer Abteilung.
Als drittes muss die Leitungsebene bereit sein. Sie muss erkannt haben welchen Wert ein Engagement in sozialen Medien langfristig für die Organisation hat und die Voraussetzungen innerhalb der Organisation schaffen.

Abgestimmtes Auftreten

Gerade bei größeren Verbänden ist es wichtig, den Außenauftritt miteinander abzustimmen. Neben den verschiedenen Verbandsebenen gibt es häufig noch eine Vielzahl an Projekten die selbstständig in sozialen Medien auftreten. Hier braucht es gemeinsame Abstimmung was Fragen des Corporate Designs (CD) und Strategien betrifft. Mitarbeiter sollten eine Orientierung erhalten was ihre Aktivitäten in der Sphäre sozialer Medien betrifft. Das hilft der Leitung die “Zügel” locker zu lassen und den Mitarbeitern hilft es, auch spontan eigene Entscheidungen zu treffen.

Rechtliche Aspekte

Beinhalten die Guidelines “Anweisungen zum rechtssicheren Verhalten” sinkt die Gefahr für Abmahnungen z.B. im Bereich von Copyright-Verletzungen. Sie nehmen eine “Leitplankenfunktion” wahr und geben Mitarbeitern damit Rechtssicherheit, was sie tun dürfen.

Verbandsinterne Kommunikation

In welcher Form die oben genannten Aspekte in die Organisation hineingetragen werden, hängt von den ungeschriebenen Gesetzten der jeweiligen Organisation ab. Dies kann in informellen Netzen oder durch Schulungen geschehen. In jedem Fall ist es – insbesondere für Organisationsneulinge – von Vorteil wenn die Absprachen, Informationen und Regelungen in einer verschriftlichen Form vorliegen.

Social Media Policies sind eine hervorragende Möglichkeit Organisationen für soziale Medien zu sensibilisieren, zu schulen und die gefundenen Regelungen langfristig zu sichern. Ob dies dann Social Media Policy, Guidelines oder ganz anders betitelt wird ist zweitrangig. Auch ist die Ausgestaltung im Einzelnen abhängig von der jeweiligen Organisation.

Das eBook “Social Media Policies für Nonprofit-Organisationen” leistet anhand von 20 Fragen eine Hilfestellung in der Erarbeitung einer eigenen Social Media Policy. Es kann kostenlos auf Pluralog.de heruntergeladen werden.

  • Jona Hölderle,
  • Mai 26, 2011

Kommentare

Neues Kommentar