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Pluragraph.de geht online!
In Deutsch, Featured, Projekte, Software von Jona am August 5, 2011 | 3 Kommentare
Mit Pluragraph.de haben wir im August das Social-Media-”Who is Who” für den nicht-kommerziellen Bereich gestartet. Die Seite ermöglicht Organisationen ein einfaches Social-Media-Benchmarking.
Welche gemeinnützige Organisation ist am erfolgreichsten in sozialen Netzwerken? Welche Partei und welcher Politiker hat die meisten Anhänger im Web 2.0? Wie stellen sich Kultureinrichtungen und Verwaltung auf Facebook, Twitter und Co. dar? Auf diese und mehr Fragen gibt unsere neue Plattform Pluragraph.de Antworten.
Pluragraph.de bietet Social-Media-Rankings in über 100 Kategorien aus dem gemeinnützigen Sektor, Politik, Kultur und Verwaltung. Für jede einzelne Organisation ist es dabei möglich, die zeitliche Entwicklung der Profile tagesaktuell zu verfolgen. Der Fokus liegt hierbei nicht nur auf einer Social-Media-Plattform. Das Ranking wird aus den Followerzahlen von Facebook, Twitter und Google+ berechnet. Zusätzlich sind YouTube und Flickr in den Graphen integriert.
Pluragraph.de richtet sich vor allem an Mitarbeiter und Aktive aus gemeinnützigen Organisationen, Verbänden, Stiftungen, dem Kulturbereich, Politik und Verwaltung. Derzeit sind über 3.000 Profile eingetragen. Sind Profile noch nicht vorhanden, können diese von jedem Benutzer nachgetragen werden. So ist es möglich auch zu Spezialthemen oder Regionen eigene Rankings zu erstellen.
Brauchen gemeinnützige Organisationen eine Social Media Policy?
In Deutsch von Jona am Mai 26, 2011 | 3 Kommentare

Die NPO Blogparade beschäftigt sich dieses mal mit Social Media Policies für NPOs und öffentliche Verwaltung. Nachdem ich zusammen mit Jörg Eisfeld-Reschke letztes Jahr ein E-Book “Social Media Policy für Nonprofit-Organisationen” veröffentlicht habe, will ich mich kurz der Frage annehmen.
Brauchen gemeinnützige Organisationen eine Social Media Policy? Nein.
Nein? Nein, aber! Um erfolgreich in sozialen Medien zu agieren brauchen Vereine und Verbände einer Reihe von Fähigkeiten, Vorbereitungen und Kommunikationstools die sich in einer Social Media Policy wiederfinden können.
Social Media Readiness
Die Organisation muss bereit sein für den Einsatz von sozialen Medien. Bereit auf der Ebene von Technologie, Personal und Leitung.
Die Organisation mit ihren Menschen und Einrichtungen müssen die Techniken verstehen und sie einsetzten können. Sie müssen sich auf die einzelnen Plattformen und ihre Besonderheiten einstellen.
Während die Technologie nur von einigen wenigen angewandt werden muss, müssen die dahinter stehenden Mechanismen beim gesamten (ehren- und hauptamtlichen) Personal ankommen. Ohne das Engagement der Mitarbeiter kann Social Media nur kurzfristig erfolgreich sein. Und diese Mitarbeiter müssen aus der ganzen Organisation kommen, nicht nur aus einer Abteilung.
Als drittes muss die Leitungsebene bereit sein. Sie muss erkannt haben welchen Wert ein Engagement in sozialen Medien langfristig für die Organisation hat und die Voraussetzungen innerhalb der Organisation schaffen.
Abgestimmtes Auftreten
Gerade bei größeren Verbänden ist es wichtig, den Außenauftritt miteinander abzustimmen. Neben den verschiedenen Verbandsebenen gibt es häufig noch eine Vielzahl an Projekten die selbstständig in sozialen Medien auftreten. Hier braucht es gemeinsame Abstimmung was Fragen des Corporate Designs (CD) und Strategien betrifft. Mitarbeiter sollten eine Orientierung erhalten was ihre Aktivitäten in der Sphäre sozialer Medien betrifft. Das hilft der Leitung die “Zügel” locker zu lassen und den Mitarbeitern hilft es, auch spontan eigene Entscheidungen zu treffen.
Rechtliche Aspekte
Beinhalten die Guidelines “Anweisungen zum rechtssicheren Verhalten” sinkt die Gefahr für Abmahnungen z.B. im Bereich von Copyright-Verletzungen. Sie nehmen eine “Leitplankenfunktion” wahr und geben Mitarbeitern damit Rechtssicherheit, was sie tun dürfen.
Verbandsinterne Kommunikation
In welcher Form die oben genannten Aspekte in die Organisation hineingetragen werden, hängt von den ungeschriebenen Gesetzten der jeweiligen Organisation ab. Dies kann in informellen Netzen oder durch Schulungen geschehen. In jedem Fall ist es – insbesondere für Organisationsneulinge – von Vorteil wenn die Absprachen, Informationen und Regelungen in einer verschriftlichen Form vorliegen.
Social Media Policies sind eine hervorragende Möglichkeit Organisationen für soziale Medien zu sensibilisieren, zu schulen und die gefundenen Regelungen langfristig zu sichern. Ob dies dann Social Media Policy, Guidelines oder ganz anders betitelt wird ist zweitrangig. Auch ist die Ausgestaltung im Einzelnen abhängig von der jeweiligen Organisation.
Das eBook “Social Media Policies für Nonprofit-Organisationen” leistet anhand von 20 Fragen eine Hilfestellung in der Erarbeitung einer eigenen Social Media Policy. Es kann kostenlos auf Pluralog.de heruntergeladen werden.
Facebook und Twitter für blinde Menschen
In Deutsch, Facebook von Jona am Mai 2, 2011 | Unkommentiert
Viele gemeinnützige Organisationen und Institutionen haben den Anspruch ihre Inhalte für alle zugänglich aufzubereiten. Dies bedeutet auch, im Internet besonders auf die Barrierefreiheit der Inhalte zu achten, insbesondere die Zugänglichkeit der Texte für blinde Menschen.
Während die barrierefreie Gestaltung auf der eigenen Homepage nur von der eigenen Umsetzung abhängt (Themensensibilität, Aufwand und technische Fähigkeiten), ist man auf fremden Plattformen wie Facebook und Twitter vom Anbieter abhängig. Aber wie zugänglich sind die großen Social Media Plattformen?
Auf den ersten Blick sind Facebook und Twitter alles andere als barrierefrei. Alles voll von Javascript, nachladenden Elementen und Captchas. Hinzu kommen kryptische Kurz-URL welche die Zeichenzahl der Nachrichten verkürzen sollen, aber keinerlei Informationen über die Zielseite preisgeben.
Zwei Eigenschaften sorgen dafür, dass die Netzwerke trotzdem recht zugänglich sind:
- Offene Schnittstellen
- Websites für Mobiltelefone
Die Schnittstellen (APIs) von Facebook und Twitter erlauben es, sehr viele Daten strukturiert auszulesen. Diese Daten können dann in nahezu beliebiger Form aufbereitet werden und sich damit auf die speziellen Bedürfnisse z.B. von blinden Menschen anpassen. Dies gilt insbesondere für Twitter, da hier fast alle Daten zur Verfügung stehen. So gibt es bereits ein paar Twitter-Programme die sich besonders gut für Screenreader eignen.
Auf Facebook lassen sich zwar die Seiten von Organisationen strukturiert auslesen, jedoch ist das Netzwerk zu komplex um es komplett in anderen Programmen abzubilden.
Hier helfen die mobilen Seiten. Diese sind speziell für Mobiltelefone entwickelt und verzichten auf aufwändige Techniken. So besteht m.facebook.com aus reinem HTML und ist damit auch für Screenreader leichter zugänglich. Allerdings ist der Funktionsumfang auch eingeschränkt. Schwierigkeiten treten vor allem mit Inhalten von Dritten auf. So sind nur wenige APPs Maschinenlesbar. Organisationen haben die Möglichkeit ihre eigene Seite mit Hilfe von Tabs selber zu gestalten. Hier liegt die Verantwortung bei ihnen die per iFrame hinzugefügten Inhalte einfach zu gestalten.
Einen schönen Einblick in Facebook für blinde Menschen gibt Heiko Kunert, der Sprecher des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg, im Blog von Annette Schwindt. Dort gibt es auch einen Auszug einer Facebook-Seite vorgelesen mit einem Screenreader. Schon die Mischung auf englischen und deutschen Texten ist dabei gewöhnungsbedürftig.
Meiner Meinung nach sollte keine Organisation, mit der Begründung der Barrierefreiheit, soziale Medien meiden. Auch wenn es Optimierungsbedarf gibt, stellen sie auch für Sehbehinderte Menschen eine gute Möglichkeit zur Interaktion dar. Es gilt aber hier wie bei der eigenen Homepage, sich Gedanken um die Zugänglichkeit der eigenen Inhalte zu machen und beim hinzufügen von nicht geschriebenen Inhalten auf Alternativtexte zu achten.
Habt ihr bereits Erfahrungen mit Barrierefreiheit in sozialen Medien gemacht?
Yalla, yalla. Zeit läuft!
In Deutsch von Jona am April 26, 2011 | Unkommentiert
Über die Ladezeit von Nonprofit-Homepages.Viele Homepages gemeinnütziger Organisationen sind in der Bedienung nicht nur unübersichtlich, sondern auch langsam. Nur selten finden sich Spezialisten die sich bemühen die Seiten schlank zu halten und auf leistungsfähigen Servern zu hosten.
Dabei ist Geschwindigkeit wichtig um sich auf einer Homepage wohl zu fühlen. Erst recht, wenn man mit mobilen Geräten unterwegs ist. So gibt Amazon an, 1% weniger Verkäufe zu erzielen, wenn die Seite nur 100ms langsamer ist. Bei Google sinkt der Traffik um 20% bei einer Verzögerung von 500ms. Strangeloop Networks hat eine Statistik erstellt, die bei 3 Sekunden Ladezeit von 20% weniger Abschlüssen ausgeht. (Danke t3n für die Linksammlung)
Gerade für Organisationen die mit Spendenmöglichkeiten und Shops werben gilt es also die eigene Homepage nicht nur schön, sondern auch schnell zu machen. Aber auch wer will, dass die eigenen Informationen Verbreitung finden sollte den Benutzer nicht unnötig warten lassen. Das sollte für alle Nonprofit-Organisationen gelten!
Gute Anglizismen – böse Fremdwörter
In Deutsch von Jona am März 15, 2011 | Unkommentiert
Vor ein paar Wochen hat mich eine Freundin aus Frankreich nach Tipps für’s Fundraising gefragt. Wir sind schon bei der Übersetzung ins Französische gescheitert. Heisst das jetzt “collecte de fonds” gar “mécenat”, oder darf man trotz französischem Sprachpatriotismus den Begriff Fundraising benutzen? Ich war jeden Falls mal wieder froh nicht in Frankreich zu leben, wo lieber neue Wortungetümer erfunden werden, statt Anglizismen und andere Fremdwörter in die Sprache zu übernehmen.
Es ist also mal an der Zeit Anglizismen zu verteidigen. Gute Anglizismen zumindest. Noch dazu schreibe ich den Text gerade aus Brüssel, wo sich alle hervorragend mit schlechtem Englisch unterhalten. Neben den Franzosen finden das nur die Engländer wirklich bedenklich.

Ich finde es gut, dass mit neuen Dingen und Tätigkeiten auch neue Wörter zu uns kommen. Abschottung passé. Ich beschwer mich ja auch nicht, dass es in den USA kindergartens, rucksacks und den weltschmerz gibt. Auf den Export des blitzkriegs hätte ich da schon eher verzichten können.
Genau wie andere Fremdwörter, sind Anglizismen geeignet, Sprache zu differenzieren. Bevor also wieder neue Wörter erfunden werden, spricht nichts dagegen ein bestehendes Wort aus einer anderen Sprache zu übernehmen oder sich international auf ein Neues zu einigen. Ich hab nun mal einen Laptop und keinen Klapprechner.
Wenn ich meiner Oma erklären soll, was ich “arbeite”, ist es egal ob ich erkläre “Online-Marketing für Nonprofits” zu machen oder sage, dass “ich mit Hilfe des Internets Spenden für Vereine und Verbände sammle, ihnen dabei helfe ihre Botschaft zu verbreiten und mit Interessierten und Mitgliedern zu kommunizieren”. Was ich den lieben langen Tag lang mache versteht sie trotzdem nicht. Wobei das wieder ein anderes Problem ist…
Böse wird es, wenn Feinheiten verloren gehen oder niemand mehr die Botschaft versteht. Da sind aber Wörter wie “sale”, nicht weniger Schlimm als “grundrechtsschonend”. Im Gegensatz zu einer Überfremdung von Sprache ist “Neusprech” wirklich ein Albtraum vor dem wir uns in acht nehmen sollten.
Sprache ist immer eine Frage der Audience ähm des adressierten Publikums also des Gegenübers. Bei wissenschaftlichen Texten kommt es da schon mal vor, dass der englische Text verständlciher ist als ein deutscher. Einfach weil die Autoren in der Lage sind einen Sachverhalt klar auszudrücken. Mir sind aber auch schon Philosophiestudenten begegnet, die extra nach Deutschland gekommen sind um irgendwann mal Schopenhauer und Nietzsche im Original zu lesen und wirklich zu verstehen. Wenn zwei Nerds lästern ist es okay, wenn ich als Unbeteiligter nur die Hälfte von ihrem gerande und gebashe verstehe. Schön ist es aber, wenn diese Menschen mit speziellen Fähigkeiten auch in der Lage sind ihrer Sachbearbeiterin bei der Arbeitsagentur (nicht im Jobcenter) zu erklären, was sie können.
Aber ich weiche ab. Was ich eigentlich sagen will: versuchen wir eine verständliche Sprache zu sprechen, egal wo die Wörter herkommen.
Vielleicht gibt’s ja auch mal ein neues, cooles Wort aus dem chinesischen oder arabischen. Aber jetzt yalla, yalla zurück an die Arbeit.
Eine eigene Community für die Spender
In Deutsch, Facebook, Fundraising von Jona am Februar 8, 2011 | 14 Kommentare
Noch ist nichts zu sehen auf 123WIR.org, aber hier soll, in nicht all zu ferner Zeit, die Zukunft des Spendens liegen. Auf 123Wir.org ist eine neue Community online, in der die Zukunft des Spendens liegen soll. Mal wieder.
Die Grundidee ist so einfach wie sinnvoll. Mit 123WIR.org will die Deutsche Welthungerhilfe eine eigene Online-Community bereit stellen, auf der ihre Mitarbeitern Hilfsprojekte vorstellen und aus dem jeweiligen Land berichten. Den Spendern und Interessierten soll es möglich sein, in unmittelbaren Kontakt zu den Projekten und Menschen vor Ort zu treten. Die Plattform startet mit einem Dutzend ausgewählter Projekte, für welche sogenannte Korrespondenten vor Ort bereit stehen, um die Kommunikation vonseiten des Projektes zu gewährleisten. Ob auch “Betroffene” mit eingebunden werden, bleibt abzuwarten.
Fundraising
Mit dem Ziel Spendern Austausch und Vernetzung zu bieten hat 123WIR.org einen klaren Fundraising-Fokus. Neben der Möglichkeit für einzelne Projekte zu spenden kann es auch noch Aktionen von Unterstützergruppen geben. Für eine Community, die “Spenden zukünftig” definieren will ein eher konservativer Ansatz. Eine Plattform wie diese könnte z.B. auch feste monatliche Beiträge auf die Projekte verteilen, oder Mitsprachemöglichkeiten bei der Projektentwicklung geben.
Und das Leben?
Bleibt die Frage, ob es einer eigenen Community bedarf, wenn es bereits riesige Communities gibt? Diese Frage würde ich mit einem klaren Ja beantworten. Micro-Communities können eine Fokussierung und Wertschätzung gegenüber den Mitgliedern bieten, die auf Facebook und co nicht möglich ist. Jedoch sollten Organisationen nicht erwarten, dass die Benutzer ähnlich aktiv werden.
Eine Community lebt von ihren Mitgliedern und den Aktivitäten auf der Plattform. Dies kann technisch unterstützt werden, letzten Endes hängt aber viel von der Welthungerhilfe und ihrem Engagement für 123WIR.org ab. Ein Selbstläufer ist so eine Plattform auf keinen Fall.
Aus den Screenshots ist nur wenig zu erkennen, was eine Einschätzung erschwert. Wichtig sind die Möglichkeiten zur Reaktivierung von Mitgliedern, eine gute E-Mail Integration, Verknüpfungen zu anderen Diensten und die Benutzerführung. Wird zudem kein Anreiz geschaffen selber etwas beizutragen, schläft eine Community schnell ein.
Fazit
Ich freue mich sehr auf eine neue Plattform und werde die Entwicklung gespannt verfolgen. Nachdem NPOs erste Erfahrungen mit eigenen Communities wie GreenAction oder Youthmedia.eu/Jugendmedien.de gesammelt haben ist hier erstmalig das Fundraising treibende Kraft. Bleibt zu hoffen, dass die Kollegen der Deutschen Welthungerhilfe in der Lage sind 123WIR.org mit Leben zu füllen, beständig weiter zu entwickeln und Durststrecken zu durchqueren.
Aber auch wenn am Ende “nur” ein Werkzeug für den Kommunikationsfluss aus dem Projekten hin zum Spender entsteht ist der Welthungerhilfe etwas gelungen, was noch vielen Organisationen bevorsteht.
Facebook-Seite für NPOs: Die Seite einrichten
In Deutsch von Jona am Februar 5, 2011 | 1 Kommentar
Die Seite ist angelegt, alle Startfehler wurden umschifft. Im zweiten Teil der Facebook-Seite für NPOs Serie geht es nun darum, die Seite einzurichten bevor die Freunde eingeladen werden.
Profilbild
Um das große Fragezeichen loszuwerden kann man zuerst das Profilbild hochladen. Das Profilbild hat eine maximale Breite von 200px 180px und Höhe von 600px 540px. Da sich das Menü aber direkt unter dem Profilbild befindet, sollte die volle Höhe nicht ausgenutzt werden.
Wichtiger als das Profilbild ist jedoch das Profil-Icon. Das Icon wird vor jedem Beitrag der Seite angezeigt und erscheint damit auch im persönlichen Stream der Benutzer.
Das Icon hat eine Größe von 50 x 50px und wird aus dem Profilbild generiert. Um den Bereich zu ändern aus dem das Icon generiert wird im Profilbild oben rechts auf “Bild ändern” klicken und “Miniaturbild bearbeiten” auswählen. Hier wird ein Bereich von etwa 150 x 150px ausgewählt und das Icon erzeugt.
Informationen
Im nächsten Schritt werden die Informationen bearbeiten. Hierfür unter dem Titel den Link “Info bearbeiten” wählen.
Wichtig ist es hier die Kontaktinformationen auszufüllen. Sie dienen als eine Art Impressum und sind die einzige Möglichkeit wie Fans direkten Kontakt zur Organisation aufnehmen können.
Seite bearbeiten
Um weitere Änderungen vorzunehmen geht es unter dem Titel mit dem Link “Info bearbeiten” zu den weiteren Möglichkeiten frd Administrationsbereiches.
Um den Benutzern möglichst viel Interaktion zu ermöglichen besteht unter “Genehmigungen verwalten” die Möglichkeit alle Beiträge auf der Pinnwand anzuzeigen. Auch weitere Administratoren können hier hinzugefügt werden.
Auswahl der Reiter
Bevor es nun losgeht können noch die Reiter, also das Menü angepasst werden. Neben Pinnwand und Info gibt es noch Fotos und Diskussion. Beide können auf Wunsch hinzugefügt werden. Hierfür im Administrationsbereich unter “Anwendungen” die jeweiligen Einstellungen bearbeiten. Besonders der Diskussionsreiter ist oft nicht notwendig, da ein Großteil der Diskussionen auf der Pinnwand stattfindet.
Will man selbstgestaltete Reiter, bietet Facebook mit FBML eine hausgemachte Möglichkeit an. Oft sind eigene Reiter jedoch verlorene Liebesmühe, da nur sehr wenig Besucher diese nutzen. Es gibt jedoch die Möglichkeit neuen Besuchern standartmäßig einen eigenen Reiter zu zeigen um sie in die Seite einzuführen. Alternativ können auch IFrames genutzt werden. Eine Einführung in diese Möglichkeit bietet facebookmarketing.de.
Im Administratorenbereich kann man unter “Anwendungen” eine “Static FBML” Anwendung hinzufügen. Hier wird einem ein einfaches Formular mit Titel und Textfeld angeboten. FBML entspricht weitgehend HTML mit ein paar Möglichkeiten für flexible Inhalte.
Eigene URL
Neben dem Namen der Seite gibt es auch noch die Möglichkeit eine eigene URL im Stil facebook.com/MeineSeite zu sichern. Das ist ab 25 Fans unter facebook.com/username möglich. Auch hier gilt es wieder zu beachten, dass der Schritt nicht rückgängig gemacht werden kann und ein einmal vergebener Name für immer weg ist!
Andere Artikel aus der Serie “Facebook-Seite für NPOs”
Spenden nur junge Menschen online?
In Deutsch von Jona am Februar 2, 2011 | Unkommentiert
Für die Fundraising-Frage des Monats habe ich auf fundraising2.0 einen neuen Beitrag verfasst. Dabei stelle ich fest, dass Onlinespender zwar signifikant jünger sind, als traditionelle Spender, diese jüngeren Spender aber keinesfalls dem Klischee der jugendlichen Internetnutzer entsprechen.
Für Deutschland liegen mir leider keine verlässlichen Zahlen zum Alter der Online-Spender vor. Daten aus den USA lassen aber darauf schließen, dass die Online-Spender etwa 10 Jahre jünger sind. Während die Direktmail-Spender hier ein Durchschnittsalter von 65 Jahren haben, sind die Online-Spender gerade mal 53 Jahre alt.
Onlinespender haben zwar andere Informationsbedürfnisse als traditionelle Spender gehören aber nicht automatisch anderen Generationen an. Die Online-Spender von heute sind schon in wenigen Jahren in den Altersgruppen aus denen die meisten Organisationen heute ihre Topspender gewinnen. Es gilt also schon heute für alle Altersgruppen attraktive Angebote – auch online – zu gestalten!
fundraising2.0: Warum sind Online-Spenden überdurchschnittlich hoch?
In Deutsch von Jona am Januar 7, 2011 | Unkommentiert
Viele Organisationen stellen beim Online-Fundraising fest, dass über das Internet zwar noch vergleichsweise wenige Spenden gewonnen werden, diese aber im Durchschnitt höher liegen als die anders gewonnenen Spenden. Und auch die Marktforschung bestätigt: Online-Spenden sind fast dreimal so hoch wie die Durchschnittsspende (ohne Großspender).
In einem kurzen Beitrag im Fundraising2.0 Blog stelle ich drei Erklärungsansätze kurz dar. Im regelmäßigen Abstand werden auf fundraising20.de Kernfragen des Fundraising behandelt.
Facebook-Seite für NPOs: Der erste Schritt
In Deutsch, Facebook, Featured von Jona am Dezember 12, 2010 | 1 Kommentar
Viele kleinere Vereine und Verbände gehen gerade ihre ersten Schritte auf Facebook. Da die ersten Entscheidungen in der Regel nicht wieder rückgängig gemacht werden können, aus gegebenem Anlass, hier eine kurze Anleitung für Anfänger. Auch wenn dies der erste Schritt auf Facebook ist, sollten dem ein paar Gedanken zu Zielen und Strategie vorangegangen sein.
Gruppe oder eigene Seite
Als erstes muss entschieden werden in welcher Weise die Organisation sich darstellen will. Facebook bietet Personenprofile, Gemeinschaftsseiten, Gruppen und Fanseiten (Pages). Für Organisationen kommen nur Pages und Gruppen in Frage (s.U.) wobei in den sprichwörtlichen 99% der Fälle eine Fanseite die richtige Wahl ist.
Gruppen eignen sich für die seltenen Fälle, in denen eine Gruppe möglichst unhierarchisch organisiert werden soll. Die Gruppenmitglieder sollten dabei eine so hohe Identifikation mit der Gruppe haben, dass sie aktiv mitdiskutieren und die Gruppenseite von alleine von Zeit zu Zeit aufsuchen.
Die Fanseite ermöglicht es einheitlich unter dem Namen der Seite zu kommunizieren und mit den einzelnen Beiträgen auch auf der Startseite der Fans zu erscheinen. Hiermit lässt sich in jedem Fall der größte Verbreitungsgrad eigener Nachrichten erzielen. Auch Pages erlauben Interaktion und Diskussion, wobei hier klar getrennt wird zwischen Beiträgen der Organisation und der Fans.
Seite anlegen
Um eine Seite anzulegen klickt man unter der linke Spalte einer beliebigen anderen Seite auf “Seite erstellen” um zum Formular zu gelangen. Dieser Schritt kann von einem beliebigen registrierten Benutzer unternommen werden. Administratoren sind später nicht öffentlich sichtbar!
Nach der Wahl von “Unternehmen, Organisation oder Institution” gibt es verschiedene Kategorien wobei für Organisationen fast immer “Gemeinnützige Organisation” passend ist. Eine genaue Übersicht aller Möglichkeiten und ihrer Auswirkungen findet sich auf facebookmarketing.de. Der Name der Seite ist besonders wichtig, weil unter ihm alle Posts geschrieben werden und die Seite in der Suche gefunden wird. Also noch einmal inne halten und überlegen. In der Regel kann man hier den Namen der Organisation ohne e.V. wählen. Hat ein Verein/Verband mehrere Ableger sollten die Namen einheitlich vergeben werden und z.B. bei Landesverbänden das Bundesland mit angegeben werden. Das war’s. Nun muss die Seite “nur noch” eingerichtet, verbreitet und gepflegt werden.
Neben dem Namen der Seite gibt es auch noch die Möglichkeit eine eigene URL im Stil facebook.com/MeineSeite zu sichern. Das ist ab 25 Fans unter facebook.com/username möglich. Auch hier gilt es wieder zu beachten, dass der Schritt nicht rückgängig gemacht werden kann und ein einmal vergebener Name für immer weg ist!
Häufige Fehler vermeiden
Zum Abschluss noch einmal zwei häufige Fehler und warum man sie vermeiden sollte:
Fehler 1: Personenprofil
Oft wird für Organisationen ein Personenprofil wie für einen normalen Mensch angelegt. In der Regel passiert das, wenn die Administratoren nur diese Variante von Profilen kennen oder kein eigenes Profil haben. Es ist aus folgenden Gründen dringend davon abzuraten ein Personenprofil für eine Organisation anzulegen:
- Es ist nicht erlaubt: Facebook untersagt es falschen persönlichen Informationen bei der Erstellung von Profilen anzugeben und es kann vorkommen, dass Facebook solche Profile löscht.
- Kein Wachstum: Personenprofile können nur bis zu 5.000 Freunde haben.
- Datenschutz: Freunde deiner Organisation geben dir Zugriff auf ihre persönlichen Profile und Beiträge. Du kannst alles sehen, was auch die Freunde zu sehen bekommen ohne, dass sich dies die Freunde der Organisation bewusst machen.
- Sonderfunktionen: Eine Reihe von Sonderfunktionen wie eigenen Tabs im Profil sind nicht oder nur bedingt möglich.
- Suche: Die Organisation erscheint in der Suche ungewollt anders als normale Organisationen.
Fehler 2: Gemeinschaftsseite (Community Page)
Erstellt man eine neue Seite wird in der linken Spalte recht deutlich die Möglichkeit einer Gemeinschaftsseite beworben. Ein zweiter Fehler ist es, aufgrund des wohlklingenden Namens eine Gemeinschaftsseite zu erstellen. Diese sollte eine Organisation auf folgenden Gründen auf keinen Fall wählen:
- Reichweite: Beiträge von Gemeinschaftsseiten werden nicht auf der Startseite der Fans angezeigt. Die Wirkung der eigenen Beiträge verpufft damit sehr schnell.
- Wachstum: Sollte eine Gemeinschaftsseite (wie z.B. Kann diese Brezel mehr Fans haben als…) erfolgreich sein und ein paar Tausend Fans bekommen, übergibt Facebook die Seite der Gemeinschaft. Mit anderen Worten enteignet sie die Organisation.
Mehr zum Thema gibt es in einem älteren Beitrag von mir: “Facebook im Nonprofit-Marketing“.
Andere Artikel aus der Serie “Facebook-Seite für NPOs”
NPO-Blogparade: Wie kann es gelingen, dass sich Freunde, Fans und Follower für uns auszahlen?
In Deutsch von Jona am November 13, 2010 | 1 Kommentar
In der NPO-Blogparade wurde die Frage gestellt, wie es gelingen kann, dass sich Freunde, Fans und Follower für uns auszahlen? Da ich innerhalb der aktuellen Runde keine Zeit zu antworten hatte hier nur ein kurzer Nachtrag.
Eigentlich sollte die Frage zum kleinen Einmaleins eines Online-Fundraisers gehören, dennoch sind die Antworten nicht gerade zahlreich und oft theoretischer Natur. Meine erste Reaktion auf die Frage ist ihre Umkehr. Wie kann ich mittels sozialer Medien meinen Spendern und Förderern ein Forum und Informationen bereit stellen, welches sie als Unterstützer meiner Arbeit verdienen?
Für die meisten NPOs sollte sich die Frage nicht nach einem rein monetären Retour of Investment (ROI) stellen. Hinter jeder Organisation steht ein Zweck/Ziel/Cause das verbreitet werden soll. Auch das Agenda-Setting, die Diskussion und Information zu einem Thema hat einen Wert und muss mit einbezogen werden. Enger auf Spenden bezogen gibt es meiner Erfahrung nach zwei erstmal einfach klingende Wege, dass sich das Engagement im Internet auszahlt:
1. Kommunikationsintensive Förderung wie Patenschaften oder (Förder-)Mitgliedschaften
Für Förderer von auf Dauer angelegten Projekten ist es wichtig, auch kontinuierlich über das Projekt und die dortigen Erfolge (oder Misserfolge) auf dem Laufenden zu bleiben. Durch ein Profil in sozialen Medien kann ich meine bestehenden Förderer kontinuierlich über den Projektverlauf informieren, Feedback zu Einzelmaßnahmen einholen und die am Projekt interessierten untereinander vernetzen. Ich kann aber auch Interessierten, welche das Projekt nicht monetär unterstützen, einen tiefen, ehrlichen Einblick in meine Arbeit geben und sie dazu animieren Förderer zu werden. Wenn ich als Ziel habe, auf Dauer angelegte Förderer zu bekommen, muss ich nicht mit den üblichen Responce-Quoten rechnen um einen akzeptablen ROI zu bekommen. So haben wir z.B. beim NABU auf http://www.facebook.com/WillkommenWolf ein Profil rund um das Thema Wölfe in Deutschland geschaffen. Auf der einen Seite steht das Ziel möglichst breit über das Thema zu informieren, auf der anderen Seite Paten für die Fortführung unserer Projekte zu gewinnen. Circa 1% der “Fans” sind Paten, was durchaus als erfolgreiches Projekt gewertet werden kann.
2. Verteiler aufbauen und Fragen
Weniger auf ein einzelnes Projekt bezogen kann das Profil wie ein Infonewsletter behandelt werden. Es geht darum, einen Verteiler interessierter und gut informierter Freunde aufzubauen. Die Fans wissen was die Organisation macht, können ihre Zustimmung und ihre Kritik äußern und können für einzelne Projekte um Geld gebeten werden. Hier sind die deutschen NPOs zugegeben noch weit entfernt von großen Einnahmen, aber noch haben nur wenige Organisationen mehr Freunde, Fans und Follower als Newsletter-Abonnenten. Und die Response-Quoten sind deutlich geringer und werden es mit Ausnahme einiger aufwändiger, oder grandioser Spendenaufrufe auch bleiben. Hier gilt es eine breite Masse interessierter Freunde anzusprechen.
Ach und nun die Frage, wie man die Freunde, Fans und Follower zu Spendern und Förderen konvertiert? Alte Fundraising-Weisheit: Fragen, Danken, Fragen, Danken…
Eine Social Media Policy für NPOs
In Deutsch, Featured, Projekte von Jona am Oktober 1, 2010 | 2 Kommentare
Es ist so weit. Das E-Book von Jörg Eisfeld-Reschke und mir kann heruntergeladen werden.
Aber warum überhaupt eine Social Media Policy? Während für viele Menschen die Nutzung sozialer und interaktiver Medien selbstverständlich zum Alltag gehört, ist dieser Trend für den Dritten Sektor noch neu. Vielen Nonprofit-Organisationen geht es mit den sozialen Medien nicht anders als kleinen und mittleren Unternehmen: Sie nehmen wahr, dass sich die Medienwelt um sie herum verändert und sehen sich gezwungen darauf zu reagieren. Dabei lassen sich viele Trends und Instrumente in der Online-Kommunikation nicht mehr mit traditionellen Herangehensweisen bewältigen.
Die Frage der Internetnutzung am Arbeitsplatz wurde bereits in vielen Organisationen beantwortet. Geregelt werden beispielsweise das private Surfen oder das Abrufen der privaten Emailadresse. Doch das so genannte Web 2.0 hat mit den sozialen Medien Instrumente gebracht, die sich nicht mehr nur auf den Computer am heimischen Schreibtisch beschränken lassen. Daher stellt sich die Frage: Brauchen Nonprofit-Organisationen ein Regelwerk zur Nutzung sozialer Medien und dem strategischen Online-Verhalten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?
Wir beantworten diese Frage klar mit Ja. Spätestens, wenn nicht nur ein einzelner Social-Media-Mensch die Organisation vertritt, sondern alle Mitarbeiter sich hieran beteiligen sollte die Organisation anfangen gemeinsam ein paar essentielle Fragen zu beantworten. Wir haben uns 20 Fragen herausgegriffen mit denen sich ein Leitfaden erstellen lässt.
Neue Lieblingsbibliothek für das Leben nach dem Studium*
In Deutsch von Jona am Juli 31, 2010 | 3 Kommentare
*Eine Bibliotheksempfehlung. Die Bibliothek der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance in Berlin-Mitte.
Ich liebe Bibliotheken. Normalerweise wegen der Atmosphäre zwischen all den Büchern, aber manchmal auch einfach wegen der dort stehenden Bücher. Aus diesem Grund kann ich allen an Nonprofit-Organisationen und Public-Policy interessierten unter euch die kleine Bibliothek der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance empfehlen. In vier unscheinbaren, eher langweiligen Räumen untergebracht hat sie eine tolle Auswahl an Büchern!
Schwerpunkt
Die HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance bietet in erster Linie einen (schweineteuren) Masterstudiengang Public Policy zusammen mit der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Humboldt-Universität an. Hieraus ergeben sich auch die Schwerpunkte der Bibliothek unter anderen:
- Allgemeines und Vergleichendes zum Nonprofit Sektor
- Nonprofit-Management / Governance
- Philanthropie, Mäzenatentum und Stiftungswesen
- Zivilgesellschaft, Partizipation, Internationale NGOs und Global Governance
- Bürgerschaftliches Engagement / Ehrenamt / Freiwilligenarbeit
- Corporate Citizenship / Corporate Social Responsibility / Corporate Volunteering
- Fundraising und Sponsoring
Erfahrungen
Neben der tollen Auswahl ist die Bibliothek zu empfehlen, weil sie ständig erweitert wird und auf einem sagenhaft aktuellen Stand ist. Zudem ist der Bibliothekar Herr Matzak sehr hilfsbereit und offen für Vorschläge neue Bücher. Zwei gerade erschienene Bücher “Nonprofit Internet management” und “The Networked Nonprofit” haben es auf meinen Vorschlag innerhalb einer Woche in den Bestand geschafft. Ganz ohne lange Anschaffungs- und Einarbeitungsfristen.
Auf Bitte nimmt Herr Matzak einen auch gerne in den E-Mail-Verteiler auf, so wird man einmal im Monat über aktuelle Neuerwerbungen informiert.
Wo/Wie/Was?
Zu finden ist die Bibliothek in der Wilhelmstraße 67 in Berlin, direkt neben dem ARD Hauptstadtstudio. Die Bibliothek ist öffentlich zugänglich, aber um Anmeldung wird gebeten. Eine Ausleihe findet grundsätzlich nur kurzzeitig zum kopieren statt.
Facebook im Nonprofit-Marketing (Gastbeitrag auf facebookmarketing.de)
In Deutsch von Jona am April 15, 2010 | 1 Kommentar
Viele klassische Nonprofit-Organisationen tun sich schwer mit viralem Marketing und niedrigschwelligen Mitmachangeboten im Internet. Dabei ist gerade hier die Möglichkeit gegeben Menschen mit einzubeziehen, die sich nicht gleich mit Haut und Haar einer Organisation verschreiben wollen. Thematisch Interessierte Menschen können zu Multiplikatoren werden ohne die Hürde einer formellen Mitgliedschaft nehmen zu müssen…
Kleiner Gastbeitrag auf facebookmarketing.de.
Die Doppelpyramide des Engagements*
In Deutsch von admin am Februar 10, 2010 | 5 Kommentare
*Warum integrierte online-Aktivitäten, Spendern und Aktiven, den Einstieg in Organisationen erleichtern.
Spendenpyramide / Fundraising Pyramide

Wer sich bereits mit Fundraising befasst hat, wird mit der klassischen Spendenpyramide vertraut sein. Mit ihr wird die Aufgabe des Fundraisers verdeutlicht, aus der hoffentlich großen Zahl Interessierter, zuerst Spender, später Dauerspender und im Optimalfall Großspender zu machen. Mit teilweise ausgefeilten Techniken wird hierbei um Neuspender geworben und versucht Spender “upzugraden”.
Engagementspyramide
In klassischen Mitgliederorganisationen – in Abgrenzung zu reinen Fundraisingorganisationen – tritt hierbei ein Problem auf; Es müssen nicht nur Spenden gesammelt, sondern auch Aktive gewonnen werden. So lässt sich eine sehr ähnliche Pyramide aufbauen, nur dass Anstelle einer Geldspende mit Aktivität zum Gelingen der Ziele beigetragen wird.
Doppelpyramide des Engagements
In einer Vielzahl von Aufbauorganisationen werden diese beiden Bereiche von unterschiedlichen Abteilungen bearbeitet. Das Fundraising versucht Spender zu gewinnen während Mitgliederservice, Verbandsentwicklung oder Öffentlichkeitsarbeit sich um neue Aktive bemühen. Diese Trennung lässt sich in der offline-Welt, wo Platz für Informationen auf Drucksachen rar, vielleicht noch begründen. Begeben sich Verbände aber online, sollte den Interessierten mehr als nur eine Möglichkeit geboten werden etwas beizutragen.
Es gibt hier, auf unterster Ebene, eine breite Überschneidung zwischen Geld- und Aktivitätsspendern. Dabei gilt es Aktivität nicht erst bei einer Mitgliedschaft beginnen zu lassen. Bereits eine E-Mail an Freunde, welche über ein Projekt informiert, ist eine wertvolle Aktivitätsspende, um die auch klassische Spender gebeten werden können. Ebenso sollte, wer an einer Unterschriftenaktion teilnimmt, die Möglichkeit bekommen die Intensität seines Engagements zu erhöhen. Sowohl für Geld- als auch für Aktivitätsspenden gilt hier die alte Weisheit, dass nur wer gefragt wird auch etwas gibt.
Problembereich

Der Knackpunkt auf beiden Seiten der Pyramide ist der Einstieg. Aus reinem Interesse an einem Thema, soll Aktivität für eine Organisation generiert werden. Ein sanfter Einsteig wird dabei jedoch zu selten gewährt. Kleinspender werden nur unzureichend betreut und mit Informationen versorgt; Aktiv werden ist, ohne eine Mitgliedschaft, oft nicht möglich. Hier kann eine integrierte, strukturübergreifende online-Strategie helfen. Mit Interessenten und Erstspendern kann unmittelbare Kommunikation aufgenommen werden und sie können Aktionsbezogen aktiv werden, ohne von der Organisation vereinnahmt zu werden.
Mit langfristig angelegten und verbandsübergreifenden Aktivitäten lassen sich Interessierte binden und einbinden. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn sich die Verbände auf eine multilaterale Kommunikation einlassen. Mit welchen technischen Tools dies begleitet wird ist dabei zweitrangig. Es kann eine eigene Plattform aufgebaut, oder bestehende Tools genutzt werden. Wichtig ist es den Aktivitäts- und Geldspendern dabei auch einen – informellen – Einfluss auf die Projekte zu geben. Sie werden es der Organisation mit dem wertvollsten Gut danken. Sie werden es weitersagen.










